Beihilfe für Referendare

Wir beraten bundesweit mehrere hundert angehende Lehrer, Anwärter und Referendare. Wenn Sie auch Unterstützung und Informationen zu den Themen Altersvorsorge und private Krankenversicherungen suchen, sind Sie hier goldrichtig.


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Beihilfe für Beamte auf Widerruf

Um als vollausgebildete Lehrerin oder Lehrer arbeiten zu können, müssen Sie neben dem Studium mit dem Referendariat noch einen Vorbereitungsdienst leisten. Ihr Dienstherr unterstützt Sie mit der Beihilfe für Referendare bei den Kosten Ihrer Krankenversicherung.
Referendar Tafel Schulklasse Unterricht

Um die Laufbahn eines Beamten auf Lebenszeit zu beginnen, sind erst im Anschluss an Ihr Referendariat alle Voraussetzungen erfüllt. Wenn Sie angehende Lehrerin oder angehender Lehrer sind, haben Sie in der Regel auch bereits Ansprüche auf Beihilfe für Referendare. Ihr Dienstherr erstattet im Krankheitsfall einen Teil der Kosten, denn er übernimmt mit Ihrer Anstellung eine gewisse Fürsorgepflicht. Mit der Beihilfe für Referendare und Beamte kümmert sich ein Dienstherr so um seine Staatsdiener.

Unser Beihilfe-Experte Sven Meschede hat zusammen mit Oliver Lepold von Pfefferminza ein interessantes Interview zum Thema geführt.

Sind auch Sie beihilfeberechtigt?

Um alle Voraussetzungen zu erfüllen, die Sie zur Inanspruchnahme der Beihilfe berechtigen, ist Ihr Dienstverhältnis entscheidend. In den meisten Bundesländern werden Referendare auch als „Beamte auf Widerruf“ angestellt. In Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt ist dies allerdings noch nicht durchgängig der Fall. Hier können Sie als Referendar zunächst als Angestellte im öffentlichen Dienst tätig sein. Im Allgemeinen sind Beamte auf Widerruf auch nur beihilfeberechtigt, solange Sie Ihre Dienstbezüge erhalten. In einer Phase des unbezahlten Sonderurlaubs wäre dies beispielsweise nicht so. Doch auch hier gibt es wichtige Ausnahmen. Wenn Sie in Elternzeit gehen, erhalten Sie zwar keine Dienstbezüge, Ihr Anspruch auf Beihilfe bleibt allerdings weiterhin bestehen.

Beihilfe auch für Ihre Angehörigen

Auch für Ihre berücksichtigungsfähigen Angehörigen können Sie unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls die Kosten bei der Beihilfe geltend machen. Zu den Angehörigen gehören beispielsweise Ihre Kinder, Ehe- oder Lebenspartner. Sollte Ihr Partner ebenfalls verbeamtet sein und Anspruch auf Beihilfe haben, besteht ein Anspruch auf eine Leistung für einen Angehörigen in der Regel nicht.

Für welche Kosten ein Anspruch auf Beihilfe für Referendare besteht, ist in jedem Bundesland unterschiedlich geregelt. Jedes Bundesland hat dabei seine eigene Beihilfeverordnung. Grundsätzlich gilt, dass Aufwendungen dem Grunde nach notwendig und der Höhe nach angemessen sein müssen. Notwendige Aufwendungen sind in der Regel medizinische Behandlungen, Medikamente und einige Hilfsmittel, die ein Arzt verordnet hat. Angemessene Leistungen können unter anderem dem Gebührenverzeichnis oder dem Leistungsverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen entnommen werden. Unter nicht notwendigen oder angemessenen Behandlungen fallen unter anderem medizinisch nicht indizierte Eingriffe, alltägliche Arzneimittel wie Schmerztabletten oder bestimmte zahnärztliche Untersuchungen.

Was bedeuten die unterschiedlichen Beihilfesätze?

Wie viel Ihr Dienstherr beisteuert, bestimmt ein gewisser Bemessungssatz für die unterschiedlichen Beamtengruppen in den Bundesländern. Als Faustregel für Referendare können in der Regel wenigstens 50 % der Kosten über die Beihilfe erstattet werden. Für Ehe- und eingetragene Lebenspartner steigt der Satz in vielen Ländern auf 70 % und für Kinder auf bis zu 80 %. Besonders vorteilhaft ist die Regelung in Sachsen, wo Sie bereits ab dem ersten Kind einen erhöhten Beihilfesatz von 70 % erhalten, bei zwei oder mehr Kindern sogar 90 %.

Den Rest müssen Sie über eine Krankenversicherung selbst abdecken. Häufig ist dann die Wahl einer privaten Krankenversicherung die bessere Option. Denn sowohl aus finanzieller Sicht als auch aus dem Blickwinkel der abgedeckten Leistungen ist eine private Krankenversicherung häufig für Referendare die beste Wahl. Viele Versicherer bieten spezielle Ausbildungstarife für Referendare an, die besonders günstige Konditionen bieten. Beachten Sie jedoch, dass die Beiträge in der privaten Krankenversicherung regelmäßig angepasst werden können. Die Höhe der Anpassungen variiert dabei stark zwischen den Versicherern. Welcher Versicherer genau für Sie und Ihren individuellen Fall – was vor allem Alter, Bundesland, Beamtenstatus und ggfs. Vorerkrankungen betrifft – ermitteln wir von beamte.pro gerne schnell, unverbindlich und fair für Sie.

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